Der Hagelsturm vom 28. August 2026
Der 28. August 2026 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Was zunächst wie ein weiteres Sommergewitter aussah, entwickelte sich innert kürzester Zeit zu einer Naturgewalt von seltener Heftigkeit. Der Himmel wurde schwarz, der Wind frischte auf – und dann kam der Hagel. Nicht leise, nicht langsam, sondern mit einer Wucht, die man kaum beschreiben kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat.
In wenigen Minuten wurde sichtbar, wie verletzlich selbst gut organisierte Betriebe, Gebäude, Fahrzeuge und Abläufe sind, wenn die Natur ihre Kraft entfaltet. Dächer, Fassaden, Scheiben, Parkplätze, Kundenfahrzeuge, Vorführwagen, Neu- und Occasionsfahrzeuge – vieles war plötzlich beschädigt. Was eben noch Alltag war, wurde zur Ausnahmesituation. Ein Hagelsturm fragt nicht nach Öffnungszeiten, Zuständigkeiten oder Plänen. Er trifft, er fordert, er zwingt zum Handeln.
Natürlich schmerzt ein solches Ereignis. Man sieht Fahrzeuge, in die viel Arbeit, Sorgfalt und Herzblut investiert wurde, plötzlich mit zertrümmerten Scheiben und gezeichnet von vielen Dellen. Man sieht Gebäude, die Schutz bieten sollten, selbst beschädigt und ungeschützt. Man spürt die Sorge von Kundinnen und Kunden, die Unsicherheit im Team, die vielen offenen Fragen: Was ist zuerst zu tun? Wer braucht sofort Hilfe? Wie behalten wir den Überblick?
Und gerade in diesem Moment zeigte sich für mich das Entscheidende: Nicht der Hagel definiert uns, sondern die Art, wie wir darauf reagieren. Ich habe in diesen Stunden eine Haltung erlebt, die mich tief beeindruckt hat. Mitarbeitende, die nicht gefragt haben, ob sie zuständig sind, sondern wo sie gebraucht werden. Kolleginnen und Kollegen, die angepackt, beruhigt, dokumentiert, organisiert, telefoniert, Fahrzeuge gesichert, Kundinnen und Kunden begleitet und intern Ordnung in eine chaotische Lage gebracht haben.
Dafür empfinde ich grossen Stolz und aufrichtige Dankbarkeit. Stolz, weil in einer Krise sichtbar wird, was sonst oft im Hintergrund wirkt: Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft und echte Verbundenheit mit unserem Unternehmen. Dankbarkeit, weil viele sofort und uneigennützig bereit waren, mehr zu leisten als das Übliche – mit Überstunden, Sondereinsätzen, Improvisationstalent und einer bemerkenswerten Ruhe in einer angespannten Situation.
Ein besonderer Dank gilt unserem Kader und allen weiteren Mitarbeitenden, die sofort eingesprungen sind. In solchen Momenten zeigt sich Führung nicht in Titeln, sondern im Tun: präsent sein, entscheiden, priorisieren, zuhören, Verantwortung übernehmen und anderen Sicherheit geben. Genau das habe ich erlebt. Unser Kader hat sofort Orientierung geschaffen, Aufgaben verteilt, Mitarbeitende unterstützt und dafür gesorgt, dass wir als Organisation nicht in Schockstarre verharren, sondern handlungsfähig bleiben.
Auch wenn die materiellen Schäden beträchtlich sind, ist mir eines noch deutlicher geworden: Der wahre Wert eines Unternehmens liegt nicht nur in Gebäuden, Fahrzeugen oder Anlagen. Er liegt in den Menschen, die Verantwortung übernehmen, wenn es schwierig wird. In Menschen, die zusammenstehen, statt abzuwarten. In Menschen, die Kundinnen und Kunden ernst nehmen, auch wenn sie selbst betroffen sind. In Menschen, die eine Krise nicht schönreden, aber mit Haltung bewältigen.
Wir werden die Schäden sorgfältig aufnehmen, die nächsten Schritte professionell koordinieren und unseren Kundinnen und Kunden bestmöglich zur Seite stehen. Das wird Zeit, Geduld und viel Einsatz erfordern. Aber nach dem, was ich in den ersten Stunden nach diesem Hagelereignis gesehen habe, bin ich überzeugt: Wir schaffen das – gemeinsam, besonnen und mit der Stärke einer Mannschaft, die weiss, worauf es ankommt.
Allen Mitarbeitenden danke ich von Herzen. Ihr habt in einer aussergewöhnlichen Lage Aussergewöhnliches geleistet. Das macht mich als Unternehmer, Patron und Mensch sehr stolz.